Die Therapien - Teil 4

Fango
Der Fango Ausgangsstoff ist Moor. Die Packungen werden auf die Haut aufgelegt, der Patient wird zur Wärmespeicherung für die Dauer von 25-30 Minuten zusätzlich in Decken eingehüllt und bequem gelagert. Die Wirkung ist über die Durchblutungsförderung, Muskel- und Bindegewebslockerung vor allem Schmerzlinderung und allgemeine Entspannung. Sinnvoll kombiniert werden sollte die Wärmeanwendung mit anderen passiven und oder aktiven Maßnahmen der Physiotherapie / Krankengymnastik.


Heiße Rolle
Diese Form der Wärmeanwendung wirkt intensiv durchblutungsfördernd und entspannend für Muskulatur, Bindegewebe und Psyche und wird aus dem Grund häufig zur begleitenden Behandlung von Beschwerden im Muskelsystem eingesetzt. Außerdem ist die heiße Rolle eine sinnvolle Vorbereitung von atemtherapeutischen Maßnahmen, da sie schleimlösend bei chronischen Atemwegserkrankungen wie z.B. Asthma oder Bronchitis wirkt.


Eisanwendung / Kältetherapie
Die Kältetherapie bezeichnet Kältebehandlung = Entzug von Wärme als Langzeitanwendung mit Temperaturen über 0° Celsius durch das Auflegen von Kühlkompressen, kalten Tüchern Kurzzeitanwendung in Form von so genannten Eislollies.

Kryotherapie = Entzug von Wärme mit Temperaturen unter 0° Celsius durch die Anwendung von Eis. Neben der schmerzlindernden und abschwellenden Wirkung bei akuten Verletzungen wie Zerrungen oder Prellungen wird Kälte auch bei Überlastungssymptomatik wie z. B der Sehnenscheidenentzündung oder Schleimbeutelentzündungen eingesetzt. Einen großen Stellenwert hat die Kältetherapie in der Behandlung entzündlicher Gelenke bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Kurzzeitanwendung mit Eis bewirkt eine Stimulation von Muskelaktivität (Muskulatur) und wird zur unterstützenden Behandlung von Lähmungserscheinungen angewendet. Die Dauer der Kältetherapie unterscheidet sich durch die Form der Anwendung, der Erkrankung und dem Anwendungsbereich und ist daher vor der häuslichen Anwendung mit dem Therapeuten abzusprechen.