Die Therapien - Teil 2

Manuelle Therapie
Die Ausführung der manuellen Therapie erfolgt durch Physiotherapeuten mit einer entsprechenden Weiterbildung (Zusatzqualifikation).

Der Behandler untersucht die Funktionseinheit Gelenk, Muskel, Bindegewebe, Nerv an Wirbelsäule und Extremitäten und spürt somit Bewegungseinschränkungen (Hypomobilität) oder ein Zuviel an Gelenkspiel (Hypermobilität) auf. Diese Gelenkfunktionsstörungen können z.B. durch 'Verheben', nächtliches 'Verliegen', eine akute Dreh- oder Bückbewegung, Ruhigstellung durch Gips oder Schiene oder längere Fehlhaltung entstehen.

Durch eingeschränkte (blockierte) Gelenkfunktion kann es zu Überlastung der Nachbargelenke, Bandscheiben und anderer Strukturen kommen, die über schmerzhafte Verspannungen der Muskulatur und des Bindegewebes zu Schmerzausstrahlungen in andere Bereiche des Körpers führen kann. Wichtig ist dabei, dass nicht nur der Ort der Schmerzen untersucht wird, da das gesamte Muskel- und Skelettsystem im Zusammenhang betrachtet werden muss.


Kiefergelenksbehandlung (CMD)
Kraniomandibuläre Dysfunktion (Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktion. Diese Fehlregulationen können schmerzhaft sein. Im engeren Sinne handelt es sich dabei um Schmerzen der Kaumuskulatur, Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk (Diskusverlagerung) und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks (Arthralgie, Arthritis, Arthrose).

Typische Symptome sind überwiegend einseitige Schmerzen bzw. Beschwerden in folgenden Bereichen:

  • Kopf
  • Gesicht
  • Kiefer, Zahn, Ohr
  • Kaumuskulatur
  • Hals und Nacken
  • zu geringe Mundöffnung
  • Bewegungsstörung und Schmerzen z.B. beim Essen

Weitere Symptome können sein:

  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Knacken im Kiefergelenk
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Scheinbarer Beinlängenunterschied

Schlingentisch/Extension
Der Schlingentisch ist ein funktionelles Behandlungsgerät, in dem die Wirbelsäule sowie die Extremitäten möglichst schmerzfrei, achsengerecht und schwerelos behandelt werden.

Das Konzept sieht verschiedene Aufhängungen vor, wodurch eine funktionelle Bewegungsverbesserung durch gezielte Mobilisation / Stabilisation erreicht wird.


Triggerpunktbehandlung
Triggerpunkte (schmerzhafte Verfilzung von Muskelfasern) sind umgrenzte muskuläre Verhärtungen, die Symptome wie lokalen geringfügigen bis quälenden Schmerz, ausstrahlende Schmerzen, Steifigkeit, Schwäche und Bewegungseinschränkungen hervorrufen können.

Häufig entwickeln sich auch begleitende Symptome wie z.B. Schwitzen, Schwindel, Ohrensausen etc. Triggerpunkte werden durch akute oder chronische (physische oder psychische) Überlastung der Muskulatur, Gelenkfunktionsstörungen, Verletzungen oder Unterkühlung aktiviert.